Systemische Therapie

Systemische Modelle der Therapie und Beratung finden sich in verschiedenen Schulen. Bei all ihrer Unterschiedlichkeit haben sie dennoch eines gemeinsam: Ihre Vertreter sehen die Probleme und Schwierigkeiten ihrer Klienten im Kontext von Wechselwirkungen, seien es Beziehungen in der Familie oder in Teams oder jene zwischen Denken, Handeln und neuen Lebenserfahrungen.

 

Der Therapeut, Berater oder Supervisor versteht sich als Kooperationspartner, der weiss, dass es oft der Anregung von aussen bedarf, damit Menschen neue Erkenntnisse und Handlungen zur Lösung von Problemen entwickeln:

Die große Mehrheit systemisch ausgerichteter Therapeuten betrachtet entsprechend ihrem Regelkreismodell allerdings lediglich die aktuelle Kommunikation und den bewussten Austausch aller derzeit beteiligten Mitglieder einer Familie im Hier und Jetzt.

Dieser Ansatz wird den menschlichen Möglichkeiten und Grenzen jedoch nicht gerecht. Wir sind immer als Individuen auch Angehörige, deren unauflösbare Verbundenheit mit ihren Herkunfts- und Gegenwarts- Familien anerkannt und deren unbewusste Bindungen entdeckt werden können, um sie bewusster, weniger belastend und krankmachend, sondern versöhnlicher gestalten zu können.

 

Wir sind nicht nur Funktionsträger im System, sondern historische, einmalige und unverwechselbare, d.h. nicht zu ersetzende Personen, die mit ihrer Zugehörigkeit zu ihren Familien in zumeist unbewusstem Bezug zu verstorbenen, abwesenden Familienmitgliedern stehen.

 

Im Einklang mit tiefenpsychologisch orientierten, auf die zumeist unbewusste Familiengeschichte ausgerichteten TherapeutInnen und Familienforschern lässt sich mit kinesiologischer Diagnostik folgenden wesentlichen Fragen nachgehen:

Inwiefern ist das Problem oder Symptom eines Familienmitgliedes u.U. auch Ausdruck eines Struktureinbruches in der Familiengeschichte?

Welche aktuellen Bezüge und Interaktionen zwischen welchen Familienmitgliedern "füttern" das Symptom und drängen somit auf Veränderung?