Kinesiologischer Muskeltest

 Der Muskeltest ist ein zentrales diagnostische Arbeitsinstrument bei kinesiologischen oder energietherapeutischen Verfahren.

Als Energie-Therapeuten gehen wir davon aus, dass wir mit diesem körpereigenen Biofeed-Back-System über das Tagesbewusstsein hinaus mit dem Unterbewusstsein des Menschen und seiner "inneren Weisheit" kommunizieren können.

Rein physiologisch basiert der Muskeltest auf der Tatsache, dass alle Skelettmuskeln ihre Reaktionsweise unter bestimmten Umständen gleichzeitig verändern.

Üblicherweise steuern wir diese Muskeln mit dem willkürlichen Nervensystem, das heisst, sie gehorchen dem Willen "ihres" Menschen. Daneben existiert noch eine zweite Steuerfunktion der Muskulatur über das sog. autonome, unbewusste Nervensystem.

 

Das reagiert schneller als das willkürliche, aber eben nur "automatisch", verfügt also über wenig Variationsmöglichkeiten. Die Entkoppelung zwischen willkürlichem Nervensystem und Muskulatur dauert nur einen kleinen Moment, danach kann das Bewusstsein sich wieder in die Muskelsteuerung einschalten und sinnvoll mithelfen- oder auch dagegen arbeiten.

Beim Muskeltest ist darüber hinaus die Zeitspanne, in der wir die Reaktion prüfen können, etwas länger, als sich mit der wenige Millisekunden dauernden Vermeidung durch die Grosshirnrinde erklären ließe.

Das lässt einen zusätzlichen Mechanismus annehmen, der vermutlich ähnlich ist, wie die ideomotorische Steuerung der Muskulatur in der Hypnose. Diese kurze neuromuskuäre Entkoppelung (die Kinesiologen sagen dann: "der Muskel schaltet ab"), zeigt also an, dass das Körpersystem „auf Alarm“ geht.

Dies tut es bereits schon bei unterschwellig bedrohlichen Reizen, die wir mit dem Bewusstsein noch gar nicht als Gefahr erfassen, wie z.B. bei ungesunden Nahrungsmitteln, elektromagnetischen Feldern oder emotionalen Belastungen. 

 

Muskeltesten ist eine erlernbare Technik und eine Kunst gleichermaßen.

Das Testen hat etwas damit zu tun, dass die TesterIn das bio-elektrische Signal, das der Muskel empfängt, durch das "Einrasten" oder eben "Nicht-Einrasten" des Muskels wahrnimmt. Bei einem sauber durchgeführten Muskeltest wird nur so wenig Druck, wie irgend nötig aufgewendet und die Testperson kann die alterierende Muskelreaktion selbst eindeutig spüren.

Als sog. Indikatormuskel eignet sich prinzipiell jeder Muskel des Körpers.

 

 

Für Interessierte auch nachzulesen bei Dr. med. Christa Keding „Die wundersame Welt des Muskeltests“ Oesch Verlag