Kinesiologie

Die Frage, was "Kinesiologie" eigentlich ist, lässt sich nicht eindeutig und in einem Satz beantworten. Aber das verhält sich oft so bei Begriffen, die nicht weniger umreißen als ein System der Weltanschauung, Lebensweise und der dazugehörigen Techniken.

 

Kinesiologie, - nur vom Wortsinne her die "Lehre von der Bewegung" - stellt ein ganzheitliches und strukturierendes System innerhalb der komplementären Heilkunde, der Psychosomatik, Pädagogik, der Trauma-Therapie und der Psychotherapie dar, die mit großer Präzision zum Wesenskern der Probleme von Klienten vordringt.

Während konventionelle Heilmethoden sich mehr der "Beseitigung" von Symptomen verschreiben, kümmern sich kinesiologische Ansätze auch um das "Warum", "Woher", und "Wozu" von Symptomen, streben - wenn möglich - grundsätzlich eine Heilung am wahren Ursprung des Symptoms an und interessieren sich auch für die psychosozialen und andere Kontextfaktoren.

 

Kinesiologie entwickelte sich zunächst aus der Verbindung eines Muskeltestverfahrens mit Heilweisen energetischer Therapieverfahren, die alle Befindlichkeitsstörungen von einem Grundphänomen aus betrachten: Einer dysfunktionalen "Information" im Energiesystem des betroffenen Wesens.

Es wird innerhalb der Kinesiologie als Prämisse davon ausgegangen, dass sich die körperliche sowie geistig-seelische Gesundheit des Menschen im Zustand des ihm zugehörigen Energiekörpers widerspiegelt bzw. von diesem sogar hierarchisch bestimmt wird.

Dabei werden Körper, Geist (Emotionen und Gedanken) und Seele ("Center", "Wesenskern") als metaphysisches Konstrukt im Zusammenhang betrachtet. Energie-"blockaden" können sich dem Kinesiologie-Modell nach äussern als Miss-Stimmungen (z.B. Ängste, Panikattacken...), Konzentrationsschwäche, dysfunktionales Verhalten (Süchte, Ess- Störungen, Zwänge, übersteigerte Aggressionen....), chronische Beziehungskonflikte, als diffuse organische Fehlfunktionen (Bluthochdruck, vegetative Störungen, Tinnitus, Migräne, Allergien, Fibromyalgie..) oder ganz allgemein als Lebenskrisen (z.B."Burn-Out"...) oder lebenspotentialeinschränkende Muster.

 

Ziel einer kinesiologischen Diagnostik und Behandlung ist ein Erkennen und Benennen einer energetischen Fehlinformation und eine entsprechende Transformation durch verschiedenste Techniken.

Eine kinesiologische "Balance" löst idealerweise die Auswirkungen belastender Relikte im Unterbewusstsein und im Körper, sie gibt einen HeilImpuls oder zeigt eine Richtung, in die es weiter gehen kann. Sie kann zum Nachdenken anregen und Zusammenhänge verdeutlichen, die wir anders vielleicht nicht erkannt hätten.

 

Im Laufe der Jahre haben sich vielfältige Kinesiologie-Fachrichtungen entwickelt, so z.B. das Touch-for-Health©-System (Gesund durch Berühren), das Brain-Gym©-System (Gehirngymnastik), die Edu-Kinestetik (Pädagogische Kinesiologie, Lernförderung), die Psycho-Kinesiologie, die Transformations- Kinesiologie und die Energy Diagnostic & Treatment Methods (EDxTM©) von Fred Gallo.

Populäre Selbsthilfetechniken wie die sog. Klopfakupressur (MET©, EFT©) verzichten auf den Muskeltest, wirken dadurch allerdings nur sehr oberflächlich, unspezifisch und meiner Erfahrung nach nicht nachhaltig.

 

Ich persönlich integriere Komponenten der o.g. kinesiologischen Richtungen mittlerweile nur noch in meine Arbeit, sofern das "Center" der KlientIn dies ausnahmsweise anzeigt. Die tiefste, gründlichste und ausdifferenzierteste Arbeit scheint mir hingegen die Arbeit mit den Prämissen und Vorgehensprotokollen der Advanced Integrative Therapy (AIT©) von Asha Clinton und die Anwendung des OBERON-Systems zu ermöglichen.