Psychologische Umkehrung

Der u.a. von dem Psychologen Callahan (1981) geprägte Begriff der psychologischen Umkehrung („psychological reversal“) ist für Situationen verantwortlich, in denen die bewusst formulierte Absicht oder der Wunsch einer Person nicht zum Ziel führt oder sogar ganz offensichtlich seinen Handlungen widerspricht, was darauf schliessen lässt, dass auf einer unbewussten Ebene eine gegenläufige Motivation (z.B. ein tiefsitzender, einschränkender Glaubenssatz) vorherrscht.


Eine „Psychische Umkehrung“ oder "Psychologische Umkehrung" ist mit anderen Worten ein energetisches Paradoxon, ein „innerer Zustand der Verneinung“, "eine Selbstsabotage, ein Widerstand gegen Veränderung, Transformation oder Heilung" mit der Folge selbstschädigenden Verhaltens auf subtiler oder offensichtlicher Ebene. Der Klient sagt z.B., er wolle gesund bzw. glücklich sein und tut augenscheinlich auch wirklich manches dafür.

Sein Körper, d.h. sein Energiesystem jedoch reagiert vermittels Muskeltest z.B. auf die Aussage: „Ich möchte gesund sein“ bzw. „Ich will ein glückliches Leben führen!“, mit einer Schwächung. Dies ist meist sehr überraschend für den Betreffenden, da er ja „eigentlich“ gesund bzw. glücklich sein will. Die Folge ist, dass das, was einem Menschen eigentlich gut tun würde, ihn nicht erreicht, oder auch, dass Therapiesitzungen oder ärztliche Behandlungen nicht anschlagen.


Der Klient sabotiert also - unbewusst - sein eigenes Bemühen.


Dass die psychologische Umkehrung unbewusst und ihrem Inhalt nach nicht erkannt ist, erklärt auch, wie es kommt, dass Klienten manchmal trotz intensiver eigener und therapeutischer Bemühungen sehr lange an bestimmten Problemen „festhalten“. Aus Sicht der transgenerationalen Familientherapie können Gründe für eine psychologische Umkehrung z.B. als Loyalitäten mit dem Ursprungssystem gewertet werden. Zumeist sind jedoch eigene prägende Erfahrungen der Grund für unbewusste "Verbote", gesund zu sein, ein glückliches Leben zu führen oder erfolgreich zu sein.

Auch Schwermetallbelastungen, kontraproduktive pharmazeutische Behandlung, Hormondysbalancen oder ungünstige Umweltfaktoren können in diesem Zusammenhang ggf. als Ursache chronischer Heilungsblockaden aufgespürt werden. Diagnostiziert wird die „Psychische Umkehrung“ in der energetischen Therapie, indem der Klient dezidierte Diagnosesätze ausspricht und indem mit Hilfe des Muskeltestes festgestellt wird, ob das Energiesystem des Klienten stark oder schwach reagiert.


Die Entkräftung der mit Hilfe der BeraterIn entdeckten Umkehrung erfolgt ebenfalls über das Energiesystem der KlientIn durch Interventionen aus dem breiten Repertoire der energetischen Techniken.

Durch Callahan und seine Nachfolger wie Fred Gallo und Asha Clinton sind die Diagnosesätze zur „Psychischen Umkehrung“ immer ausdifferenzierter geworden.


Dadurch ist ein sehr strukturiertes, punktgenaues diagnostisches Vorgehen in das unbewusste psychodynamische Geschehen einer KlientIn möglich. Vor allem aber können oft schon jahrelang bestehende grundsätzliche Heilungsblockaden endlich gelöst werden.